Hallo zusammen!
Wie selbstverständlich erleben wir in einer neuen Wohnung mit Einbauküche den dort vorhandenen Elektroherd oder kaufen einen solchen, wenn die Küche leer vorgefunden wurde. Schließlich wuchsen wir zumeist schon mit einem Elektroherd auf und unsere Mütter kochten seit unseren Kleinkindtagen mit dieser "sauberen Energie". Warum fragen wir nicht nach einer besseren Lösung?
Es gibt die beste Lösung: kochen auf Gas! Natürlich gerieten die Gaspreise in die Schlagzeilen, da sie aufgrund der (für die Versorger vorteilhaften) Kopplung an die Ölpreise anstiegen. Trotzdem: kochen auf Gas ist immer noch weniger klimaschädigend und auch kostengünstiger als mit Strom. Es ist inzwischen bekannt, daß jedes elektrische Gerät zur Wärmeproduktion ein Verschwender ist, weil gerade einmal ein gutes Drittel der eingesetzen Energie der verfeuerten Kohle, Gas oder Öl im Kraftwerk zu Haus das Wasser oder was sonst aufwärmt.
Ich erlebte den ultimativen Test inklusive (positiven) Preisschocks, als ich als WG-Mitglied 2003 von Strom auf Gas umstellte. Ich wohnte damals in einer WG mit ca. 7.000 kw/h pro Jahr und einer Stromrechnung von 130 EUR pro Monat! Es wurde gewaschen und leider auch elektrisch getrocknet, es gab Spülmaschine und leider einen elektrischen Wasserspeicher, einen der schlimmsten Energiefresser. Und unser Hobbykoch brutzelte täglich seine Drei-Gänge-Menüs... Als einer auszog und sein Hi-Tec-Cerankochfeld mitnahm, entschlossen wir uns zum Umstieg auf eine Gaskochmulde. Da es keinen Gasanschluß gab, entschieden wir uns für Propangas in Flaschen. (Fast jeder Gasherd oder Kochmulde läßt sich auf Flüssiggas einstellen!)
Wir brauchten innerhalb eines Jahres vier Flaschen zu je 11 kg Propan. Die Kosten variieren, je nachdem ob eine Eigentumsflasche im Baumarkt aufgefüllt wird oder man sich die Flaschen von einem Lieferanten anliefern läßt, im Pfandverfahren beispielsweise. Wir zahlten für ein Jahr genau 60 EUR für das Gas und als die nächste Stromablesung stattfand, waren wir platt: der Stromversorger zahlte uns 480,- EUR (in Worten: vierhundertundachtzig) zurück!
Zwei Argumente für Gas! Weniger klimaschädigende Abgase und geringere Kosten! Warum kochen trotzdem so wenige Menschen mit Gas? Ein Grund mag darin liegen, daß viele Menschen Gas für gefährlich halten. Das ist jedoch falsch. Unfälle und Explosionen kommen vor, wenn Laien an Gasrohren herumsägen, um den Gaszähler zu umgehen oder in geistiger Umnachtung ihren Campinggrill mit einem Gartenschlauch an die Gasflasche anschließen. Eine fachgerechte Installation ist sicher, soviel steht fest.
Ein wesentlicher Grund für unsere unzähligen kleinen fiesen Stromfresser (Toaster, Mikrowelle, Eierkocher, Wasserkocher, Kaffeemaschine...) liegt in der ständigen Berieselung, unter anderem auch von den "Energieberatungsstellen" der Stromversorger. Da werden wir mit Informationen zu den energiesparsamten Eierkochern und Toastern zugeschüttet - und dabei wird die Frage weggelassen, ob der ganze Müll nötig ist und man evtl. das eine oder andere Gerät durch einen Gasherd völlig ersetzen kann. Und ich sage aus eigener Erfahrung: man kann, und zwar ohne jeden Komfortverzicht.
Kaffeemaschine? Habe ich abgeschafft. Ich koche mein Brühwasser wie zu Tante Olgas Zeiten im Designerkesselchen über einer gemütlich blauschimmernden Gasflamme - wie toll der Kessel summt! Und dann brühe ich den Kaffee per Hand in den Aufsatzfilter einer Thermoskanne. Kaffeemaschinen sind Energiefresser, zumal wenn sie Glaskannen haben, die durch die Heizplatte ewig nachgeheizt werden. Der Kaffee schmeckt nach 30 Minuten sowieso nicht mehr und wie oft vergaß ich das Ausschalten?
Eierkocher? Wozu? Weg damit! Eier kochen auf dem Gasherd auch.
Mikrowelle? Stillgelegt. Ich erhitze meine Speisen wieder im Topf oder in der Pfanne. Man muß vielleicht öfter rühren, aber muß ich für meine Körperbewegungen im Sportstudio zahlen, wenn ich das vor meinem Herd kostenlos habe?
Milchschäumende Espressomaschine? Unnötig. Meine Milch im Edelstahltopf wird sanft per Gasflamme erhitzt, unter Rühren mit dem Schneebesen. Herrlich schaumig ganz ohne Strom! Reiskocher? Friteusen? Unnötiger Firlefanz. Die EU sollte als weiteren Schritt zum Klimaschutz einfach Kaffeemaschinen mit Glaskannen ganz verbieten, Geräte mit Thermoskannen verbrauchen nur einmal Strom beim Brühen, das Warmhalten besorgt die Kanne im Gegensatz zu den Maschinen, die mit einer Heizplatte den Kaffee über Stunden heißhalten. Soviel Verzicht tut doch niemandem weh, oder?
PRAKTISCHE TIPPS: jedes Elektro-Kochfeld läßt sich durch eine Gaskochmulde ersetzen. Diese gibt es schon für 200,- bis 300,- EUR in großen bekannten Möbelhäusern, Edelvariationen für deutlich mehr. Falls kein Gasanschluß im Haus ist, darauf achten, daß eine Umrüstung des ausgewählten Herdes oder der Kochmulde auf Flüssiggas (Propan) möglich ist. Viele Lieferanten legen die Austauschdüsen für Flüssiggas direkt bei. Dann kommt noch die Installation und die Gasbeschaffung: man kann sich eine graue 11 kg Flasche kaufen und bringt sie zum Wiederauffüllen zum Baumarkt, METRO etc... Man kann aber auch eine rote Pfandflasche nehmen und sich diese vom Gaslieferanten nach Haus bringen lassen. Ideal sind zwei Flaschen, von denen die jeweils volle Reserveflasche in einem anderen Raum gelagert wird, bis die angeschlossene leer ist - der Wechsel geht minutenschnell. Hat den Vorteil, daß man an Feiertagen nicht ohne Gas dasitzt, wenn's mal plötzlich zu Ende ist. (Es verdirbt ja nicht)
Über den Gaslieferanten muß man sich auch das Hausanschluß-Set besorgen! Es ist rot und nur dieses ist für die Benutzung in Gebäuden zugelassen. Das blau-gelbe aus dem Baumarkt ist nur für Camping, Caravan, Boot zulässig. Dann muß es von einem Gas-Wasser-Installateur an den Herd bzw. die Kochmulde angeschlossen werden. Die Gasflasche kann bequem in einem Küchen-Unterschrank verstaut werden und nimmt gar nicht so viel Platz weg.
Es steckt ein riesiges Sparpotenzial in der Frage, mit welcher Energie wir kochen. Nach dem 100.000-Dächer-Programm wäre es wohl an der Zeit, endlich das "Fünf-Millionen-Herde-Programm" zu starten. Damit wäre die Debatte über Weiterbetrieb von Atom- und Neubau von Kohlekraftwerken obsolet. Viel Spaß beim Kochen!
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Klimawandel und seine Folgen
Anonymous | 13 August, 2009 - 16:44
Selbst wenn wir die Schwelle zum umkehrbaren Klimawandel schon überschritten haben, werden Ausmaß und Tempo der Veränderungen noch immer davon beeinflusst, was wir in nächster Zukunft tun. Vielleicht aber auch davon, was die Erde tut. Denn ihre Regelkreise und Mechanismen, von denen erst ein winziger Teil erforscht ist, lassen vermuten, dass hinter allem eine überragende Intelligenz steckt. Eine ordnende Kraft, die weit über den Rahmen des menschlichen Ermessens und Berechnens hinausgeht!
Quellentext: P.M. 3/2008 Fragen&Antworten
Wir sind uns vieles nicht mehr bewusst! Ist die Erde intelligenter als wir?
Sie hat 30 schwere Katastrophen überlebt. Warum?
Die Erde ist ein lebender Organismus, der sich selbst heilen kann.
Die Erde wird sich am Ende selbst heilen!!!
Das Milliarden von Menschen die Naturereignisse die dann auf uns zukommen nicht überleben werden ist uns immer noch nicht bewusst.
Weltweit sind jetzt schon 434 Millionen Menschen von Wasserknappheit bedroht. Landflucht, Umweltzerstörung und Klimawandel könnten auch das Hungerproblem verschlimmern. Schon jetzt haben mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit nicht genügend zu essen.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Erde und ihren Menschen und Ökosystemen muss als viel mehr als nur als Klimamanagement verstanden werden. Auch wird sich die Einsicht durchsetzen, dass Erdmanagement zwar naturwissenschaftliches Wissen zur Entscheidungsfindung nötig hat. In einer multikulturellen Welt aber ist kultur- und sozialwissenschaftliches Wissen genauso vonnöten – vielleicht sogar letztlich entscheidend, um eine nachhaltige und friedliche gesellschaftliche Entwicklungen zu ermöglichen.
http://die-welt-der-reichen.over-blog.de/pages/Klimawandel-774252.html
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